Glossar: Begriffe rund um Bauch und Verdauung

Die wichtigsten Begriffe rund um Reizmagen, Reizdarm und Verdauung kurz erklärt – ohne Fachchinesisch und mit Links zu vertiefenden Beiträgen.

Verdauungsbeschwerden bringen schnell viele Begriffe mit sich: Reizdarm, Reizmagen, FODMAP, Ausschlussdiagnose. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Wörter kurz und alltagstauglich. Es ersetzt keine Diagnose, hilft aber, Arztbriefe, Artikel und Gespräche besser einzuordnen.

Reizdarmsyndrom (RDS)

Eine funktionelle Störung des Darms mit wiederkehrenden Bauchschmerzen und verändertem Stuhlgang, ohne dass sich eine andere Krankheit als Ursache findet. Typisch sind Durchfall, Verstopfung oder ein Wechsel aus beidem. Mehr dazu: Reizdarm-Symptome erkennen.

Reizmagen (funktionelle Dyspepsie)

Wiederkehrende Beschwerden im Oberbauch wie Völlegefühl, frühe Sättigung, Übelkeit oder Oberbauchschmerz, ohne nachweisbare organische Ursache. Der Bezug zum Essen steht oft stärker im Vordergrund als beim Reizdarm. Mehr dazu: Reizmagen oder Reizdarm?.

Funktionelle Störung

Der Körper bereitet Beschwerden, obwohl sich bei der Untersuchung keine strukturelle Ursache wie eine Entzündung, ein Geschwür oder ein Tumor finden lässt. “Funktionell” heißt nicht “eingebildet”: Die Beschwerden sind real, nur anders erklärbar als durch eine sichtbare Gewebeschädigung.

Ausschlussdiagnose

Eine Diagnose, die erst gestellt wird, nachdem andere mögliche Ursachen der Beschwerden ausreichend ausgeschlossen wurden. Reizdarm und Reizmagen sind solche Ausschlussdiagnosen.

Darm-Hirn-Achse

Die enge, wechselseitige Verbindung zwischen Verdauungstrakt und Gehirn. Über Nerven, Hormone und Botenstoffe können sich Stress und Anspannung auf die Verdauung auswirken – und Bauchbeschwerden wiederum auf Stimmung und Alltag.

FODMAP

Sammelbegriff für bestimmte vergärbare Kohlenhydrate und Zuckeralkohole. Bei empfindlichen Menschen können sie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall begünstigen. FODMAPs sind nicht grundsätzlich ungesund. Mehr dazu liest du im Beitrag FODMAP einfach erklärt.

Blähungen

Luft und Gase im Bauch. Sie entstehen zum Beispiel durch geschluckte Luft oder durch bakterielle Vergärung im Darm. Das ist normal, kann bei empfindlichem Darm aber stärker als unangenehm empfunden werden.

Völlegefühl

Das Gefühl, übermäßig satt oder voll zu sein, manchmal schon nach kleinen Mengen. Es kann ein typisches Reizmagen-Symptom sein, kommt aber auch bei anderen Beschwerden vor.

Bristol-Stuhlformen-Skala

Eine Skala von 1 bis 7, die die Form des Stuhls beschreibt, von hart und klumpig bis flüssig. Sie hilft, Veränderungen genauer zu beobachten, ohne jedes Mal lange beschreiben zu müssen.

Laktoseintoleranz

Eine Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktose). Sie kann Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall auslösen, sollte aber von Reizdarm oder Reizmagen unterschieden werden.

Gastritis

Eine Entzündung der Magenschleimhaut mit nachweisbarer Ursache. Das unterscheidet sie vom Reizmagen, bei dem solche Veränderungen fehlen.

Red Flags / Warnsignale

Anzeichen, die ärztlich abgeklärt werden sollten, etwa Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust, Fieber, nächtliche Beschwerden oder neue starke Schmerzen. Mehr dazu: Warnsignale bei Bauchbeschwerden.

Quellen

  1. Reizdarmsyndrom — IQWiG – gesundheitsinformation.de (abgerufen 2026-06-28)
  2. Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) — IQWiG – gesundheitsinformation.de (abgerufen 2026-06-28)
  3. About FODMAPs and IBS — Monash University (abgerufen 2026-06-28)

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